Die Lerntypen mit Beschreibung

Kennst Du deinen Lerntypen? Den solltest Du unbedingt kennen, denn nur dann kannst du wirklich effizient lernen und wirst dabei auch noch Spaß haben. Es gibt 4 unterschiedliche Lerntypen. Diese unterscheiden sich im idealen Lernverhalten. Wenn du also deinen persönlichen Lerntypen kennst, kannst du dein Lernverhalten dahingehend optimieren, bzw. einfach die entsprechenden Lernvarianten, Tools, Kurse etc. nutzen. Unterschieden wird zwischen den folgenden Lerntypen:visueller Lerntyp

  • visueller Lerntyp
  • auditiver Lerntyp
  • kommunikativer Lerntyp
  • haptischer / motorischer Lerntyp

Egal welcher Lerntyp du bist, Du solltest dich niemals auf nur ein Sinnesorgan verlassen – nutze besser verschiedene. Versuche möglichst viele Sinnesorgane bzw. Techniken (Sehen, Hören, Diskutieren, selber Tun) gleichzeitig beim Lernen zu verwenden. Das kann die Erfolgsquote entschieden steigern. Anfangs kann es noch sehr anstrengend sein, wenn Du dich zwingst, mehr als nur ein Sinnesorgan zu nutzen. Das lässt aber schnell nach und es wird leichter. Du musst dich nur immer wieder selbst daran erinnern.

Im allgemeinen geht man in der Forschung davon aus, dass die folgenden Kombinationen zu den entsprechenden Lernerfolgen führen. Dies wurde auch 2013 erst wieder in einer Studie bestätigt. Die Zahl gibt dabei an, wie viel Prozent des Inhaltes man sich tatsächlich merken konnte:

  • Nur Hören: 20%
  • Nur Sehen: 30%
  • Sehen und Hören: 50%
  • Sehen, Hören und Diskutieren: 70%
  • Sehen, Hören, Diskutieren und selber Tun: 90%

Visueller Lerntyp – genau zuschauen und lernen

Der visuelle Lerntyp lernt alles mit seinen Augen. Bilder, Tabellen, Grafiken, Video und Zeichnungen sind für diesen Typ viel schneller aufzufassen und zu verstehen, als Texte oder gesprochenes. Telefongespräche kann er sich schwer merken und Vorträge bzw. Präsentationen sind ohne Tafelbilder sehr anstrengend. Sollten keine Bilder gegeben sein, muss der visuelle Lerntypen versuchen, diese Bilder in Gedanken zu schaffen und so Gedankenbrücken zu bauen.

Als visueller Lerntyp lernst du Vokabeln am Besten mit Bildern oder Videos. Die Informationen werden automatisch mit Bildern verknüpft. Eine Alternative zu bebilderten Vokabeln wären Lernkarten mit großer Schrift, sodass du dir das Wort als Bild einprägen kannst. Schließe beim lernen gelegentlich die Augen und stelle dir das zugehörige Bild gedanklich vor. Schreibe Texte und lese diese dir immer wieder selbst durch. Was du hörst, solltest du in deinem Kopf in Bilder umwandeln. Auch ein regelmäßiges verändern der Medien kann sich sehr positiv auf den Lernerfolg auswirken.

Auditiver Lerntyp – zuhören und lernen

Der auditive Lerntyp kann sich gesprochene Inhalte am besten merken. Auf diese Art lernt er besonders gut. Vorlesungen und redelastige Präsentationen sind für den auditiven Lerntypen ideal. Inhaltlich sollte der Lernstoff mehr an praktischen Dingen und persönlichen Erfahrungen von Menschen orientiert sein, als theoretisch und abstrakt zu sein. Kleine Anekdoten bleiben gut im Gedächnis. Außerdem kann sich dieser Lerntyp auch gut an vergangene Dialoge mit Personen erinnern. Der Lernstoff ist dann gut, wenn er sich anhören lässt.

Um als auditiver Lerntyp Vokabeln effizient zu lernen, lernst du am besten mit Sprach-MP3s, z.B die von clip2go. Dabei werden dir die einzelnen Vokabeln dann einfach vorgelesen. Gut ist es auch, wenn jemand die Vokabeln abfragt. Wenn du Texte lesen musst, kann dir lautes Vorlesen ganz gut helfen. Hörbücher, Filme & DVDs sind bei diesem Lerntypen die bessere Wahl zu normalen Büchern. Auch Radio hören oder Fernsehn schauen in einer fremden Sprache kann dich schnell vorran bringen.

kommunikativer Lerntyp

Der kommunikative Lerntyp braucht idealerweise Diskussionen, Fragerunden oder Lerngruppen um das volle Lernpotenzial auszuschöpfen. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Informationen visuell oder auditiv aufgenommen werden, sondern dass Du dich mit dem Thema und anderen Menschen beschäftigst. Lerngruppen und Unterricht, in dem Du aktiv am Unterricht teilnehmen kannst, ist besonders gut.

Der beste Weg für den kommunikativen Lerntypen eine neue Sprache zu lernen ist hier wirklich in das entsprechende Land zu reisen und dort einige Zeit zu leben. Ergänzend und für den Anfang wäre eine Sprachschule vor Ort sehr gut.

Haptischer Lerntyp – praktische Erfahrung zählt

Der haptische Lerntyp ist der Praktiker unter den Lerntypen. Der Lernerfolg ist am größten, wenn die zu lernenden Inhalte direkt praktisch angewendet werden können. Aber auch das reine herumlaufen / bewegen während des Lernens kann bereits zu einer Leistungssteigerung führen. Auch Gruppendiskusionen und das Lernen in einer Gruppe können sehr fördernd sein. Lernmaterial, welches Du lernen willst, solltest du selbst aufschreiben. In Vorträgen und Vorlesungen solltest Du Notizen machen. Dadurch kannst Du dich direkt mit dem Thema auseinander setzen.

Eine Fremdsprache kannst du am besten direkt in einem entsprechenden Land lernen. Hierfür bieten sich z.B. Sprachreisen oder Sprachkurse in deiner Stadt an. Aber auch Bücher und Filme könnten eine praktische alternative sein.

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